Gartentipp der Bayerischen Gartenakademie

Pflanzliche Wohndekoration

Krokusse liefern die erste Bienennahrung.

Wenn es draußen stürmt und schneit, der Garten trist und grau ist, sehnen wir uns nach Natur und frischem Grün im Innenraum. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie bemerken, dass gerade in den Wintermonaten der Wunsch verstärkt auftritt. Grüne Pflanzen steigern das Wohlbefinden und können sogar das Raumklima verbessern. Nicht immer sind im Winter optimale Wachstumsbedingungen gegeben und trotzdem findet man im üppigen Angebot der Zimmerpflanzen seine Favoriten für die „grüne Hölle“.

Grün im Bad

Bäder sind oft flächenmäßig klein und besitzen eine hohe Luftfeuchte, da hier geduscht und gebadet wird. Viele unserer Zimmerpflanzen mögen das Klima, denn sie kommen aus tropischen Gegenden mit hoher Luftfeuchte. Leider ist jedoch das Lichtangebot sehr schlecht, besonders auch, da die Pflanzen nicht direkt am Fenster stehen oder die Fenster nur klein sind. Trotzdem gibt es geeignetes Grün. Sehr robust und genügsam sind die Blattpflanzen Zamie (Zamioculcas) und Bergpalme. Die Efeutute kann als Hängepflanze auch einen Platz auf dem Regal oder als Ampel bekommen. Das Einblatt trägt neben seinen grünen Blättern auch weiße elegante Blüten. Badezimmerklassiker sind Farne. Je feiner die einzelnen Blättchen, umso empfindlicher reagieren sie auf trockene Luft.

Grün im warmen Wohn- und Arbeitszimmer

Der Wohn- und der Arbeitsbereich bietet für die meisten Pflanzen eine ausreichende Wärme. Je nach Standort kann das Lichtangebot gut, oder auch sehr schlecht sein. Heizungsluft und Abwärme elektrischer Geräte hält die Luftfeuchte niedrig. Wo es besonders trocken ist, kommen Sukkulenten zum Zug. Auch hier bietet der Handel eine große Auswahl. Robust gegen Widrigkeiten sind außerdem Phalenopsis-Orchideen, Elefantenfuß und die Grünlilie. Die schon erwähnte Zamie und die Efeutute kommen auch mit trockener Luft gut zurecht. Schusterpalme und Bogenhanf gehören zu den pflegleichten Klassikern.

Grün in der Küche

Auch im Küchenbereich soll es Grünen. Hier eignen sich auch gleich verschiedene Pflanzen, die in der Küche Verwendung finden. Ganz einfach sind Kresseschälchen. Wöchentlich neu angesetzt bringen die kleinen Pflanzen auch die nötige Würze für das Pausenbrot oder den Salat. Genauso verfahren können Sie mit Rucola-, Broccoli-, Radies- und Rotkohlsamen. Nun werden auch die ersten Küchenkräuter im Topf angeboten Schnittlauch, Petersilie und der erste Basilikum schmücken schon die Fensterbank. Schnittlauch und Petersilie vertragen kühlere Temperaturen und werden dadurch auch nicht so lang und dünn. Basilikum dagegen benötigt einen warmen Standplatz. Auf Nässe reagiert er mit Wurzelfäulen. Der Zimmerknoblauch ist mehrjährig und immergrün und eignet sich deshalb auch für die Küche. Die einzelnen Blätter und auch die Blüten eignen sich als frische Zutat für den Salat.

Grün für alle Fälle

Die erwähnten Pflanzen sind alles Beispiele. Je nach Wohnraumsituation und eigenem Geschmack kommen auch Monstera, Philodendron, Kakteen, Drachenbäume und verschiedene Palmen zum Einsatz. Achten Sie stets auf die Bedürfnisse der Pflanzen (Licht, Luftfeuchte, Wärme und Platz), damit sie bei Ihnen lange in guter Qualität und Optik durchhalten. Gehen Sie in Gartencenter und den Fachhandel und lassen Sie sich inspirieren. Auch in Wohn- und Lifestyle-Zeitschriften finden Sie in den Wintermonaten häufig Pflanzenvorschläge für den jeweiligen Lebensstil.

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