Gartentipp der Bayerischen Gartenakademie

Ritterstern-Pflege für üppige Blüten

Krokusse liefern die erste Bienennahrung.

Der Ritterstern, auch immer wieder als „Amaryllis“ im Verkauf, ist nur für wenige Wochen im Jahr erhältlich und wird oft zu Weihnachten verschenkt. Die großen Blüten strahlen Luxus und Exklusivität aus. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie geben Ihnen Tipps zur Pflanzenpflege im Topf. Vor einigen Jahren noch gab es nur Rittersterne mit roten Blüten. Heute werden immer mehr weiße und andere helle Farben angeboten, außerdem auch kleinblumige Sorten. Ritterstern statt Amaryllis Der Ritterstern gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und bildet große Zwiebeln als Speicherorgane aus. Typisch sind die im Winter erscheinenden große Blüten, die auf hohlen Stängeln sitzen. In hochwertigen Blumensträußen werden die majestätischen Blüten verwendet. Oder man findet im Handel getopfte Zwiebeln, die im Zimmer schnell die Blüten und grünen Blätter bilden.

Winterpflege

Stellen Sie die angetriebenen Zwiebeln an einen hellen Platz im warmen Zimmer. Hat der Ritterstern einen Blütenstiel geschoben, geben Sie den Pflanzen wieder etwas mehr Wasser. Große Zwiebeln können durchaus zwei kräftige Stiele mit je drei bis vier Blüten bilden. Wenn sich die Blumen gut entwickelt haben, können Sie die Pflanzen etwas kühler stellen. Bei etwa 17 Grad Celsius halten die Blüten länger. Entfernen Sie die welken Blüten vorsichtig bevor sie abfallen, denn durch die intensive Farbe können Flecken auf dem Fensterbrett, an der Wand und Gardine entstehen. Schneiden Sie den Blütenschaft nach der Blüte ab. Sie erhalten so die Kraft der Zwiebel und verhindern die Samenbildung. Zwischenzeitlich haben sich die riemenartigen grünen Blätter entwickelt. Diese sind die Kraftwerke für die Assimilation und somit wichtig für die Förderung neuer Blütenanlagen.

Sommerpflege

Haben sich die Blätter gut entwickelt, benötigt die Pflanze mehr Wasser und Nährstoffe. An einem luftigen und besonnten Fenster fühlt sie sich wohl. Von Mai bis September können die Rittersterne auch im Freien stehen; am liebsten an einem halbschattigen Platz. Jede Woche werden sie leicht gedüngt. Gießen Sie den Ritterstern ab etwa September erst sehr wenig und dann nicht mehr. Die Blätter vergilben nun und können, wenn sie braun und dürr sind, abgeschnitten werden. In der folgenden Ruhephase bei etwa 15 bis 17 Grad Celsius bilden sich in der Zwiebel die üppigen Blütenknospen. Allerdings gibt es auch gute Erfahrungen, wenn die Zwiebelpflanze während des gesamten Jahres immer etwas Wasser bekommt, die Blätter grün bleiben und nicht verdorren.

Erneutes Antreiben

Im Zeitraum von November bis Februar werden die großen Zwiebeln in Töpfe mit etwa 14 Zentimetern Durchmesser gepflanzt. Die Größe des Topfes richtet sich nach der Zwiebelgröße, wobei um die Zwiebel herum etwa ein bis zwei Zentimeter Platz sein sollte. Am besten verwendet man eine gut durchlässige Blumenerde eventuell gemischt mit Bimskies, Lavasteinchen oder ähnlichem Material, auch Kübelpflanzenerde ist geeignet. Achten Sie beim Eintopfen darauf, dass die Zwiebel nicht zu tief gepflanzt wird. Ein Drittel oder die Hälfte sollte aus der Erde ragen. Alternativ kann auch nur die obere Erdschicht erneuert werden. Nur kurz angießen und dann darauf achten, dass lediglich so viel Erdfeuchtigkeit erhalten bleibt, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Erst wenn sich in der Mitte der Zwiebel ein neuer Blütentrieb gebildet hat, gießen Sie wieder regelmäßig.

Zurück