Gartentipp der Bayerischen Gartenakademie

Tomatenpflege im Sommer

Krokusse liefern die erste Bienennahrung.

Tomaten gehören zum beliebtesten Gemüse, egal ob roh oder verarbeitet. Deshalb werden sie im Garten, aber auch in Töpfen auf Balkon und Terrasse angebaut. Welche Bedürfnisse die Pflanzen haben und wie Sie zu einer reichen Ernte kommen, erklären die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Es sind nur noch wenige Wochen bis die ersten Früchte reifen. Mit ein paar Pflegemaßnahmen hält man die Pflanze vital und kann sich auf die Ernte freuen.

Wasser, Wärme und Nährstoffe

Generell brauchen die Tomaten viele warme und sonnige Tage. Wo die Sommer eher kühl und regnerisch sind bietet ein Kleingewächshaus gute Bedingungen für eine lange Ernte. Doch auch in Kübeln an der Hauswand herrscht ein gutes Wachsklima. Allerdings kann den Tomaten große Hitze auch zusetzen. Bedenken Sie, dass schwarze Töpfe sich sehr stark erwärmen können. Stellen Sie deshalb als Beschattung andere Töpfe davor oder schattieren Sie mit anderem Material. Achten Sie darauf, dass die Erde der Tomatenpflanze immer gleichmäßig feucht ist. Eine ungleichmäßige Wasserversorgung beispielsweise durch intensives Wässern oder starke Niederschläge nach Trockenperioden führt zum Platzen der Früchte. Gießen Sie also regelmäßig, denn Tomaten haben an warmen Tagen einen hohen Wasserbedarf. Außerdem ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig, damit die Nährstoffe auch stetig aufgenommen werden können. Tomatenpflanzen sind Hochleistungspflanzen. Dazu brauchen Sie eine gleichmäßige Nährstoffversorgung. Hellgrüne Blätter sind kein gutes Zeichen. Dann sollten Sie am besten mit einem handelsüblichen Flüssigdünger mehrfach nachdüngen. Wenn die Blätter sich wieder dunkelgrün färben, sind sie ausreichend versorgt. Allerdings sind in den meisten Fällen die Tomatenpflanzen in guter Gartenerde ausreichend mit Nährstoffen versorgt, besonders dann, wenn Sie mit Kompost und Hornmehl arbeiten. Im Frühjahr werden drei Liter Kompost auf den Quadratmeter als Grunddüngung verteilt. Das Hornmehl oder Horngrieß von etwa 150 Gramm auf den Quadratmeter wird auf zwei Gaben aufgeteilt und leicht eingearbeitet: die Hälfte direkt zur Pflanzung und dann vier Wochen später der Rest.

Gesunder Tomatengenuss

Die meisten Tomaten sind Stabtomaten. Sie bilden an der Haupttriebachse ihre Früchte. In den Blattachsen bilden sich jedoch immer wieder Seitentriebe, die dann später ebenfalls Blüten und Früchte tragen. Diese Seitentreibe bricht man aus, um den Haupttrieb zu stärken. Außerdem würde es ein wirres Durcheinander geben, wenn alles wachsen dürfte wie es will. Lediglich bei kleinfruchtigen Sorten ist es möglich immer mal wieder einen Seitentrieb stehen zu lassen. Man kürzt ihn dann nach der Blüte und dem nächsten Blatt ein. Großfruchtige Sorten zieht man eintriebig am Stab.

Es gibt aber auch Buschtomaten. Diese hören von selbst mit dem Höhenwachstum auf. Sie wachsen gedrungen und tragen Früchte an vielen Seitenästen. Balkontomaten für Gefäße gehören dazu, denn sie bleiben sehr kompakt. Hier brechen Sie keinerlei Seitentriebe aus.

Je dichter eine Tomate wächst umso problematischer kann der Befall mit der Kraut- und Braunfäule werden. Dieser gefürchtete Pilz kann die Tomatenernte schon vorzeitig beenden. Vorbeugend hilft es ein Dach über die Tomaten zu bauen, damit die Blätter trocken bleiben. Wenn Sie die Tomatenblätter von unten bis zur Fruchttraube entfernen, kann kein Spritzwasser vom Gießen an das Laub gelangen. Beste Vorbeuge sind also trockene Laubblätter, ein weiter Pflanzabstand, regelmäßiges Ausgeizen und somit eine gute Durchlüftung der Pflanze.

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